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So fing alles an ...

Mit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Klitschmar/Peterwitz im Jahr 1924 und 10 Jahre später der Wehren Kölsa, Wiedemar, Wiesenena und Werlitzsch, Rabutz begann eine neue Ära im aktiven und passiven Brandschutz in unserer Region.

 Ausgerüstet mit Handdruckspritzen und vereinheitlichter Dienstkleidung (Drillichjacke, Stahlhelm, Hackengurt und später auch eine Gasmaske) löschten diese mutigen Männer manches Feuer in ihren Dörfern. Im Zeitraum 1935-1945 wurden viele Männer als Soldaten eingezogen, was die Feuerwehren der Dörfer stark schwächte.
So mussten neben den zurückgebliebenen auch kriegsuntaugliche Bürger dem Feuerwehrdienst beitreten und bei Bränden den Feuerlöschdienst übernehmen.

Als Gerätehäuser dienten kleine Lehmhäuser die teilweise auch als Arrest- oder Dorfgefängnis benutzt wurden.

Da die Ortschaften neben Wiedemar weitestgehend von den Bombenangriffen des 2.Weltkrieges verschont blieben, wurden die noch übrigen Helfer der Feuerwehr zum Feuerlöschdienst in die benachbarte Stadt Schkeuditz einberufen.

 Die Kameraden errichteten zur besseren Schlauchpflege einen Trockenmast aus Holz. Der Standort war mitten im Dorf an Vockes Scheune. Jetzt befindet sich dort eine Grünanlage, es war Platz für 2 Handdruckspritzen. Später wurde eine Handdruckspritze verschrottet und eine TS 6 angeschafft.



Später wurde die Freiwillige Feuerwehr Wiedemar mit weiteren Orten der Umgebung in den Katastrophenschutz eingegliedert. In den kommenden Jahren wurden immer wieder größere Feuerlöschübungen durchgeführt, freiwillige Aufbau- und Erneuerungsmaßnahmen geleistet, Feuerlöschteiche gebaut und auch hin und wieder mal ein Brand gelöscht. Beispielsweise wurde der 36 m hohe Kirchturm der Gemeinde Wiedemar bei einem heftigen Gewitter von Blitzen getroffen und fing Feuer. Durch den schnellen Einsatz der Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes und der zahlreichen Helfer blieb der schaden jedoch gering. Weitere Baumaßnahmen und Umsetzungen von Behördenauflagen des DDR Regimes, sowie den zwingenden Erhalt der vorgegebenen Ist-Stärken für Frauen und Männer, wurden bis zur politischen Wende in den Dörfern versucht zu verwirklichen.

 Nach der Gemeindereform mit der Eingemeindung der Orte Klitschmar/Peterwitz, Kölsa, Werlitzsch/Rabutz, Wiedemar und Wiesenena zur Gemeinde Wiedemar wurde am 11.12.1991 die Freiwillige Feuerwehr Wiedemar mit den jeweiligen Ortsfeuerwehren gegründet. Im weiteren Verlauf wurde die vorhandene Feuerlöschtechnik in den Ortschaften aus brandschutztechnischen Gründen erweitert, umgesetzt und erneuert So wurden beispielsweise z.B. die Ortsfeuerwehren Klitschmar und Kölsa mit einem gebrauchten Löschgruppenfahrzeug LF 8 und die Ortswehren Werlitzsch/Rabutz mit einem KLF ausgerüstet. Die Ortswehr Wiedemar selbst wurde auf grund der vorhandenen Autobahnanbindung und dem Gewerbegebiet mit einem neuen TLF 16/25 – geeignet zur technischen Hilfeleistung – ausgerüstet Durch diesen nunmehr erreichten Ausrüstungsgrad und Ausbildungsstand erweiterte sich der Ausrückbereich weit über die Grenzen der Gemarkung Wiedemar. Wurden die Feuerwehren der Gemeinde Wiedemar vorher nur zu Bränden gerufen (in 15 Jahren 2 mal), so konzentrieren sich die Einsätze der Wehren jetzt mehr auf Hilfeleistungen allgemeiner Art, Bekämpfung von Umweltgefahren sowie Bergung und Rettung verunfallter Personen nach Verkehrsunfällen.

Die Anzahl der Einsätze erhöhte sich ernorm und pendelte sich in den zurückliegenden Jahren auf durchschnittlich 35 Einsätze jährlich ein. Zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen im Feuerwehrdienst wurde 1995 im Ort Kölsa ein Bürgerhaus mit Feuerwehrsozial- und Gerätestellplätzen geschaffen. Ebenso wurde im Ort Wiedemar selbst ein neues Feuerwehrhaus mit 4 Stellplätzen mit Schulungs- und Sozialeinrichtungen im Jahr 1999 der Feuerwehr übergeben.

 1999 wurde die Freiwillige Feuerwehr Wiedemar erneut in die Formation des Katastrophenschutz aufgenommen, gleichzeitig wurde durch den Bund der bestehende Fahrzeugpark der FFW Wiedemar um ein Löschfahrzeug (LF 16-TS) zum Zwecke des Brand- und Katastrophenschutz erweitert.

Die Personalstärke der Freiwilligen Feuerwehr Wiedemar besteht derzeit aus insgesamt 100 Kameraden, davon sind 72 aktive Kameraden. Die Alarmierung der FFW erfolgt durch die Leitstelle des Rettungsverband Nordsachsen in Delitzsch per Sirene oder Meldeempfänger.



Die Hauptmerkmale der Feuerlöschtechnik bestehen aus:
Ortsfeuerwehr Wiedemar: Tanklöschfahrzeug TLF     16/25
Löschgruppenfahrzeug LF       16- TS
Mannschaftstransportfahrzeug MTW
Hilfsrüstwagen HRW
Einsatzleitwagen I ELW I
Ortsfeuerwehren Klitschmar/Kölsa: je ein Löschgruppenfahrzeug LF       16/8
Ortsfeuerwehr Wiesenena: Kleinlöschfahrzeug KLF + STA



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